Leitbild

Unser Auftrag und uns leitende Grundsätze


Die evangelische Pfarrgemeinde A.B, Wien-Währing besteht aus den Evangelischen der Bezirke Hernals und Währing und umfasst rund 3.700 Gemeindeglieder. Sie hat ihre besondere Gestalt durch die Reformation Martin Luthers erhalten.

Unser Auftrag ist die Verkündigung des christlichen Glaubens an die Welt, wie ihn Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern aufgetragen hat. Wir sehen dabei unsere Arbeit in der Gemeinde durch die Beziehung zwischen einem Samenkorn und dem Boden symbolisiert. Man kann nur den Boden beackern, nicht aber das Wunder des Wachsens und Blühens hervorrufen. Wir als Gemeinde wollen den Boden beackern, damit der Same Gottes gedeihen kann und Früchte trägt.

Dabei stehen die beiden zentralen Gebote, die Jesus als Ursprung jedes anderen Gebots bezeichnet hat, im Zentrum unseres Handelns: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.“ Und „Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.“

Wir verstehen uns als einladend offene Gemeinde. Alle, die Gottes versöhnende Liebe entdecken und feiern wollen, alle, die Zuversicht und Trost erfahren möchten, alle, die Orientierung im christlichen Glauben suchen, alle, die über Sinn und Bestimmung des Lebens nachdenken, und alle, die die Zwiesprache mit Gott suchen, sind herzlich in unserer Gemeinde willkommen.

Die Gemeinde und ihre Glieder vertreten den Glauben an Jesus den Christus und stehen dafür ein. Dies soll im persönlichen Handeln geschehen, indem die Gemeindeglieder mit Gottes Hilfe versuchen, bestmöglich im Geiste Christi zu leben. Gleichzeitig stehen wir auch gegenüber unseren Nächsten im Sinne der Seelsorge ein: „Wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest.“.

Die Verkündigung des Glaubens geschieht in unserer Gemeinde im Gottesdienst und in der Gemeindearbeit. Jesus sagte, dass dort, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, er mitten unter ihnen ist . Für uns betonen diese Worte die zentrale Bedeutung der Gemeinde für die Gotteserfahrung. Glauben ist zwar immer individuell bzw. an den einzelnen Menschen gebunden, er kann aber nur in der Gemeinschaft verwirklicht werden. Wir wollen uns mit dieser Aussage auch gegen die heute modernen Trends wenden, die Religion einerseits auf eine ausschließlich individuelle Privatsache reduzieren wollen und andererseits Religion als Mosaik individuell zusammengefügter Glaubenssätze (Patchwork-Religion) sehen.

Im Sinne des Auftrags, die Einheit der Christen zu erhalten, sind wir als Gemeinde bemüht, zu anderen christlichen Kirchen Kontakte zu halten, in einen Dialog zu treten und Wege gemeinsamer Verkündigung des Glaubens auf Basis der „Einheit in Vielfalt“ zu gehen.

Der Diakonie messen wir eine zentrale Bedeutung zu. Jesus sprach nicht nur von der Bedeutung der Gebots zur Nächstenliebe, sondern auch davon, wie dieses Gebot umzusetzen ist: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.". In diesem Geist wollen wir der Not und dem Leid im eigenen Land und in der Welt entgegentreten.


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